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Incentives

Ein Incentive ist ein Wettbewerb auf Zeit: Die Org definiert Volumen-Stufen und einen Bonus-Pool je Stufe. Während das Programm läuft, sammeln Partner Volumen aus ihren Verkäufen. Erreicht jemand eine Stufe, wird er beim Abschluss am Pool dieser Stufe beteiligt — gleichmäßig mit allen anderen, die dieselbe Stufe erreicht haben.

Der Pool wird nicht zusätzlich aus dem Org-Konto bezahlt. Er wird Sale für Sale aus dem Anteil gefüllt, den die Org sowieso aus jeder Provision behält (dem Overhead). Das ist der entscheidende Punkt: Du verteilst Geld neu, das ohnehin geflossen wäre.

  1. Entwurf

    Du legst Programm an: Name, Provider, Stufen. Noch nichts läuft.

  2. Aktiv

    Programm läuft. Jeder qualifizierende Verkauf füllt den Bonus-Pool.

  3. Geschlossen

    Pool-Ziel oder Enddatum erreicht. Keine neuen Beiträge mehr.

  4. Verteilt

    Pool an qualifizierte Partner ausgeschüttet. Boni stehen auf auszahlbar.

Abgebrochen — jederzeit aus Entwurf oder Aktiv möglich. Begründung pflicht. Beiträge werden zurückgebucht, der Pool zurückgesetzt.

Programme funktionieren nur, wenn das Provisionsmodell beim Anbieter einen positiven Org-Overhead vorsieht. Im folgenden Beispiel gehen wir davon aus: Verkauf 1 000 €, Provision 30 %, davon 90 % an die Partner-Kette und 10 % als Org-Overhead. Aus diesem Overhead zieht das Programm seinen Anteil — hier 50 %.

  1. Verkauf 1 000 € Anbieter zahlt 30% Provision
  2. Gesamt-Provision 300 €
    • Partner-Anteile · 90% · 270 €
    • Org-Overhead · 10% · 30 €
  3. Org-Overhead 30 €
    • Bonus-Pool · 50% · 15 €
    • Org-Budget · 50% · 15 €

Pool-Beitrag = Verkauf × Provisions-% × Overhead-% × Funding-% 1 000 € × 30% × 10% × 50% = 15 €

Drei Hebel bestimmen, wie schnell der Pool wächst:

  • Provisions-% — verhandelst du mit dem Anbieter.
  • Overhead-% — legst du im Provisionsmodell fest.
  • Funding-% — wählst du je Programm und Anbieter.

Wichtig: Über alle aktiven Programme zusammen darfst du pro Anbieter nicht mehr als 100 % des Overheads verplanen. Papony blockiert das beim Aktivieren.

Jede Stufe hat ein Mindestvolumen (Schwelle, ab der ein Partner qualifiziert ist) und einen Bonus-Pool (Geldsumme, die am Ende des Programms gleichmäßig unter allen Partnern dieser Stufe aufgeteilt wird). Du kannst beliebig viele Stufen festlegen.

Beispiel: drei Stufen mit steigenden Schwellen

Eine Partnerin landet in der höchsten Stufe, die sie erreicht hat — nicht in mehreren. Schafft sie 32 000 €, ist sie in Gold. Wer dort qualifiziert ist, teilt sich den Gold-Pool: bei 2 Gold-Partnern bekommt jeder 1 000 €, bei einem alleinigen Gold-Partner bekommt diese Person die vollen 2 000 €.

Das Pool-Ziel ist die Summe aller Stufen-Pools — hier 3 700 € — und ist die Obergrenze für das gesamte Programm, nicht für einen einzelnen Partner. Sobald aus Verkäufen 3 700 € zusammengekommen sind, sammelt das Programm kein Geld mehr ein, auch wenn das Enddatum noch nicht erreicht ist.

Zwei Rechnungen, die nichts miteinander zu tun haben

Abschnitt betitelt „Zwei Rechnungen, die nichts miteinander zu tun haben“

Bei jedem Verkauf laufen zwei getrennte Rechnungen — verwechsle sie nicht:

Was füllt den Pool?Was zählt für den Fortschritt?
Quelleder Org-Overhead des Verkaufsdas Verkaufsvolumen (provisionsfähiger Betrag)
Wem gutgeschriebendem gemeinsamen Pool (geteilt)je nach Bemessungsgrundlage des Programms (siehe unten)
Wie oftgenau einmal pro Verkaufdem/den Berechtigten jeweils das volle Volumen

Egal welche Bemessungsgrundlage: Der Pool wird immer nur einmal pro Verkauf gefüllt. Die Bemessungsgrundlage ändert nur, wessen Fortschritts-Zähler steigt — nicht, wieviel Geld in den Pool fließt.

Beim Anlegen wählst du, wessen Volumen ein qualifizierender Verkauf gutgeschrieben bekommt:

  • Eigenumsatz (Standard) — nur der Partner, der den Abschluss gemacht hat, sammelt das Volumen. Die Upline sammelt nichts. Bestehende Programme laufen so.
  • Team-Umsatz (Provisionsregeln) — jeder Partner der provisionsberechtigten Sponsorenkette bekommt das volle Verkaufsvolumen gutgeschrieben — nicht aufgeteilt. So kann auch jemand zwei Stufen höher mit aufsteigen. Wie weit das reicht, bestimmt allein die Sponsoren-/Provisionskette des Produkts; es wird nichts zusätzlich aufsummiert.

Annahme: Provisionsmodell mit 30 % Provision und 10 % Org-Overhead, Programm-Funding 50 %.

Du verkaufst für 1 000 €. Über dir hängt deine Sponsorenkette (hier: 2 Sponsoren).

1. Was fließt in den Pool? (immer gleich — unabhängig von der Bemessungsgrundlage)

1 000 € Verkauf
× 30 % Provision = 300 €
× 10 % Org-Overhead davon = 30 €
× 50 % Programm-Funding = 15 € → in den Pool

Diese 15 € kommen aus dem Org-Overhead — also aus dem Anteil, den die Org sowieso behalten hätte. Kein Partner-Anteil wird dafür gekürzt. Die Zahl ist immer dieselbe, egal wie viele Sponsoren über dir hängen und egal welche Bemessungsgrundlage gilt.

2. Wessen Fortschritt steigt? — hier macht die Bemessungsgrundlage den Unterschied:

RolleEigenumsatzTeam-Umsatz (Provisionsregeln)
Du (Verkäufer)+ 1 000 €+ 1 000 €
Sponsor 1+ 0 €+ 1 000 €
Sponsor 2+ 0 €+ 1 000 €

Alle drei verdienen ihre normale Provision an deinem Verkauf. Bei Eigenumsatz steigt nur dein Zähler; bei Team-Umsatz steigt der Zähler jedes Partners deiner Sponsorenkette — jeweils um das volle Verkaufsvolumen (1 000 €), ungekürzt durch den 15-€-Pool-Abzug.


  • Du brauchst den Business-Tarif oder höher — Incentive-Programme sind dort freigeschaltet.
  • Mindestens ein Anbieter mit positivem Org-Overhead im Provisionsmodell. Ohne Overhead kein Pool.
  • Eine Idee, was du belohnen willst: nur ein bestimmtes Produkt? Ein Netzwerk? Alle?
  1. Öffne Incentives in der Org-Seitenleiste und klick auf „Neues Programm”.

  2. Grunddaten — Gib dem Programm einen Namen (z. B. „Q2 2026 Vertriebsbonus”) und wähle eine End-Bedingung:

    • Bis Pool gefüllt — endet automatisch, wenn das Pool-Ziel erreicht ist.
    • Bis festes Datum — endet zum Stichtag, auch wenn der Pool noch nicht voll ist.
    • Das Erste gewinnt — was zuerst eintritt.

    Wähle hier außerdem die Bemessungsgrundlage — Eigenumsatz (nur der Verkäufer sammelt Volumen) oder Team-Umsatz / Provisionsregeln (die ganze provisionsberechtigte Upline sammelt mit). Details siehe Zwei Rechnungen oben.

  3. Funding — Wähle pro Anbieter, wieviel Prozent des Overheads in den Pool fließen sollen. Optional kannst du Produkte filtern, sonst zählen alle.

  4. Tier-Stufen — Lege die Stufen mit Schwelle und Pool-Größe fest. Mindestens eine ist Pflicht. Optional je Stufe eine Beschreibung (Freitext, z. B. „mind. 2 Abschlüsse mit mir besprochen”) — sie wird dem Partner als Hinweis angezeigt, erzwingt aber nichts.

  5. Netzwerke & Review — Beschränke optional auf bestimmte Netzwerke. Standard: alle Netzwerke der Org.

  6. Speichern als Entwurf oder direkt Aktivieren.

Du legst „Q2 Vertriebsbonus” mit 3 Stufen (Bronze/Silber/Gold) an, finanzierst ihn mit 50 % des Overheads beim Anbieter „Versicherung XY”, limitiert auf das Netzwerk Süd. Pool-Ziel automatisch: 3 700 €. Bei einem Verkauf von 1 000 € (30 % Provision, 10 % Overhead) fließen also 15 € in den Pool.

Standardmäßig macht jeder berechtigte Partner der (ggf. netzwerk-gefilterten) Org mit. Willst du es feiner steuern, öffne im Programm-Detail den Abschnitt „Teilnehmer”:

  • Einzelne Partner je Netzwerk freischalten. Sobald du mindestens einen freischaltest, machen nur noch die freigeschalteten mit — alle anderen sammeln kein Volumen, bekommen keine Auszahlung und sehen das Programm nicht. Leerer Stand = wie bisher (alle berechtigt), bricht also keine Bestandsprogramme.
  • Stufen-Limit pro Partner (Obergrenze). Optional deckelst du je Partner, bis zu welcher Stufe er teilnehmen darf — z. B. „maximal bis Silber”. Höhere Stufen bleiben für ihn gesperrt, auch wenn sein Volumen reichen würde.
  • Jederzeit änderbar, solange das Programm aktiv ist. Pro Netzwerk auf- und zuklappbar und massentauglich (alle auswählen, Limit für die Auswahl setzen) — auch bei hunderten Netzwerk-Usern.
  • Ein freigeschalteter Partner sieht das Programm sofort in seinem Cockpit — auch ohne ersten Verkauf.

In der Detail-Ansicht siehst du live:

  • Pool-Status — wieviel ist drin, wieviel fehlt zum Ziel, wieviel Tage noch.
  • Tier-Besetzung — wer steht in welcher Stufe, mit welchem Volumen.
  • Nach Quelle — welcher Anbieter und welches Produkt füllen den Pool wie stark.

Sobald das Programm auf Geschlossen steht (Pool voll oder Enddatum erreicht), wird „Verteilen” aktiv. Vor dem Klick zeigt Papony eine Vorschau: wer bekommt wieviel? Bestätigst du, werden die Boni als auszahlbare Provisionsanteile für die qualifizierten Partner gebucht. Die laufen dann durch denselben Auszahlungs-Prozess wie reguläre Provisionen.

  • „Provider hat keinen Overhead” beim Aktivieren → Im Provisionsmodell des Anbieters den Org-Overhead auf einen positiven Prozentsatz setzen.
  • „Funding würde 100 % überschreiten” → Ein anderes aktives Programm beansprucht denselben Anbieter bereits. Reduziere das Funding-% oder schließe ein altes Programm.
  • „Nur Entwürfe können gelöscht werden” → Aktive oder geschlossene Programme bricht man stattdessen mit Begründung ab. Beiträge werden zurückgebucht.
  • Pool wächst langsamer als erwartet → Prüfe „Nach Quelle”. Oft liegt es daran, dass das Produktfilter zu eng war oder ein Anbieter weniger umsetzt als geplant.
  • Netzwerk-Kopf taucht im Team-Umsatz-Bonus nicht auf → Maßgeblich ist die echte Sponsorenkette. Der netzwerkweite Hauptpartner-Override ist keine Sponsor-Beziehung und sammelt deshalb kein Bonus-Volumen (sonst erreichte der Kopf über fremde Sales jede Stufe). Ist der Kopf zugleich echter Sponsor, zählt er ganz normal mit.
  • Partner sieht das Programm nicht / sammelt kein Volumen → Sobald unter „Teilnehmer” mindestens einer freigeschaltet ist, machen nur die Freigeschalteten mit. Schalte den Partner frei — oder leere die Teilnehmer-Liste, dann sind wieder alle dabei.
  • Partner kommt nicht in die oberste Stufe → Prüfe sein Stufen-Limit unter „Teilnehmer”. Ein Limit deckelt die erreichbare Stufe unabhängig vom Volumen.